Streuobstwiese "Auf der Gosse"

Ringsum Amöneburg gibt es mehrere, kleinere und größere Streuobstflächen. Auf der Obstwiese "Auf der Gosse" stehen über 150 Apfel- und Birnbäume. Ringsum versprechen Zwetschen reiche Ernte und Freunde des Apfelweins nach Frankfurter Rezept finden sogar Speierlinge. In den letzten Jahren wurde der Mistel der "Kampf angesagt". Besonders in trockenen Sommer leiden Obstbäume mit starkem Mistelbefall unter Trockenstress. Jeder Mistel weniger zählt. Der  Halbschmarotzer (halb - weil er zu eigener Photosynthese fähig ist) ist ein Klimaprofiteur und macht mittlerweile vielen Bäumen das Leben schwer. 

Seit 2023 ist die Streuobatwiese Bestandteil des NSG "Unter der Waschbach" und wird gemäß Naturschutzverordnung im Sinne der traditionellen Streuobstwiesenbewirtschaftung gepflegt. 

 

 

Der Arbeitskreis Streuobst stellt sich vor:


NEU PFLANZEN

Tote Bäume wurden entfernt und in die Lücken neue Bäume gepflanzt: natürlich regionale Sorten

Nach der Pflanzung erfolgt der wichtige Pflanzschnitt. Das Verhältnis Wurzel/Krone wird  damit optimiert und dem Bäumchen "die Richtung" gezeigt. Ein Spreizhölzchen dient dazu, Äste im optimalen Winkel zum Hauptstamm wachsen zu lassen. 

Schneiden

Kulturbäume brauchen Pflege, das steigert den Ertrag und schützt vor vorzeitiger Alterung.

Das NIZA veranstaltet Baumschnittkurse

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Mit einem radikalen Verjüngungsschnitt (März 2018) wird dieser alte Baum hoffentlich gerettet. 

So sieht der Baum  im Sommer 2019 aus: Und trägt auch! 

Misteln entfernen

Die Beeren sind ein willkommenes Futterangebot im Winter für die Misteldrossel und andere Vogelarten. Zu viele Misteln aber lassen Apfelbäume vorzeitig altern und bringen sie sogar zum Absterben. 

Raupen absammeln

Sommer 2019: Massiver Befall durch Schwammspinner-Raupen, die sich tagsüber unter den Verbisschutz-Matten versteckt hielten.