Das ist Robert. Der junge Storch begrüßt Dich, wenn Du die Ausstellungsräume des NIZA betrittst. Robert wurde auf einem der Storchenräder (Nisthilfen) geboren, die an der Radenhäuser Lache vor den Toren Amöneburgs errichtet wurden. Nachdem das Amöneburger Becken mit seiner intensiven Landwirtschaft viele Jahrzehnte ohne Störche war, freuen wir uns, dass durch die Wiedervernässung der Wiesen und die künstliche Schaffung der Radenhäuser Lache sich die Störche hier wieder wohl fühlen und genug Regenwürmer, Mäuse und Frösche finden, um sich erfolgreich zu vermehren. Noch mehr über das Naturschutzgebiet und seiner Bewohner erfährst Du in der Ausstellung Lebens(t)räume im Obergeschoss des Museum Amöneburg. Neben der Dauerausstellung gibt es wechselnde Sonderausstellungen zu verschiedenen naturkundlichen und naturschutzfachlichen Themen. Sie führen die biologische und geologische Vielfalt unserer Heimat anschaulich vor Augen.
Die Videopräsentation ergänzt die Ausstellung "Amöneburg - gekommen und geblieben" um den Aspekt der Neubürger aus dem Reich der Botanik. Von der "Orchidee des kleinen Mannes" bis zum Spargelersatz aus Japan werden Pflanzen präsentiert, die sich im Amöneburier Becken niedergelassen haben und sich mit erstaunlichen Strategien gegenüber der heimischen Pflanzenwelt behaupten.
In den letzten Jahren hat sich das NIZA regelmäßig auch an den Museumssonntagen des Landkreis Marburg- Biedenkopf mit Sonderausstellungen passend zum jeweiligen Motto beteiligt:
Feuer und Flamme
Tod und Teufel
Hauptsache heimisch
und zuletzt war eine Wildkatze (Präparat) der Star von "einen Zahn zulegen"
Viele Tierarten, die rund um Amöneburg vorkommen, sind als Präparate ausgestellt und können mit ihrer Vielfalt der Strukturen, Größen, Farben und Formen hautnah erlebt werden. Kleine Geschichten und Anekdoten zu den ausgestellten Tieren und interaktive Spiele erleichtern das Kennenlernen und helfen, das neue Wissen auch dauerhaft abzuspeichern. Als „Museumsdetektive“ versuchen die Teilnehmer, das Rätsel um unbekannte Arten zu lösen und geben den identifizierten Tieren einen neuen Platz in einer eigenen Vitrine.
Welche geschützten Flächen gibt es im Amöneburger Becken und warum ist das NSG rund um Amöneburg so besonders? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Naturschutzgebiet, einem Vogelschutzgebiet und einem FFH-Gebiet. Was verbirgt sich hinter dem Begriff NATURA 2000?
Warum sterben mache Vogelarten aus und andere vermehren sich wieder bei uns? Die Ausstellung versucht dazu Antworten zu geben.